Malerei 1 – Schalen und Gefäße

Monika Hüttenbügel Malerei GefäßeAls freischaffende Künstlerin, in ihrer Malerei, macht sich Monika Hüttenbügel frei von den praktischen Vorgaben des Machbaren, an denen sich ihre Kreativität vorher messen lassen musste. Die Grundlage ihrer künstlerischen Arbeit ist die pure Stofflichkeit, das sanfte Fließen und gleichzeig das körperhafte des Materials. Dies gilt umso mehr für ihre neueste Gemäldeserie, die aus der vielfältigen Welt der Gefässe ihre Motive nimmt.

Wohl kaum ein anderer Gebrauchsgegenstand des Alltags wurde über Kulturen und zeiten hinweg so oft zum Symbol und Bindeglied wie Schalen und Gefäße aus Ton, Keramik und Porzellan. Selbst ihre Scherben helfen bei der Deutung von Epochen der Menschheitsgeschichte. Die Gefäße und ihre Inhalte, vom Öl der Pharaonen bis hin zu kostbarem Wein in Amphoren, sind Ausdruck von Zivilisation und oftmals Reichtum und Fülle.

Wischend, spachtelnd, schabend oder kratzend entstehen auf Bütten oder Leinwand Oberflächenstrukturen, die auf der einen Seite abstrakt wirken, auf der anderen lyrische Flächen bilden, die von inneren Zuständen handeln und erzählen.

Monika Hüttenbügel hat sich für eine scheinbar raue Malweise entschieden, die durchwirkt mit zarten Untertönen ein Gefühl von Leichtigkeit und Dynamik vermitteln. Dabei sind die Gefäße in der Gemäldereihe weit entfernt von klassischen Stillleben. Sie sind eher Zitate, eingefangene Impressionen, die aus alltäglichen Objekten eine neue Wirklichkeit formen.